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    Willkommen bei Kaktus
    Wednesday, 29. March 2017 @ 03:21

    Donau City: Lärmschutz - Licht am Ende des Verkehrslärmtunnels?

    Donaucity/Windplage/LärmDas Wichtigste zuerst: In Sachen Lärmschutz bewegt sich etwas! Der Brief des Bezirksvorstehers ist, wie bereits berichtet, beim Verkehrsminister angekommen. Die vage Vereinbarung, sich zu einem Gespräch über das anstehende Problem zu treffen, wurde, trotz zweimaliger Urgenz von Seiten des Bezirks zwar noch nicht verwirklicht, aber auf einer "anderen Schiene" scheint ein Erfolg möglich.

    Zum Thema "Windschutz" war aus dem Büro des Planungsstadtrats zu erfahren, dass das WED-Projekt "Wohnhaus/Grünanlage/Windschirme" an eine andere Planungsfirma übergeben worden sei. Den "Kaktus" erreichten Informationen von Seiten der MieterInneninitiative Donau City aus einem Briefwechsel von Ende April 2008:
    Darin teilt ein Vertreter des Verkehrsministeriums mit, dass "derzeit seitens der ASFINAG und der Stadt Wien an der Erarbeitung der Strategischen Lärmkarten für den Ballungsraum Wien gearbeitet" wird. "Konkrete Ergebnisse dieser neuesten Lärmuntersuchungen" sollen im Herbst veröffentlicht und danach "die Situation der Wohnobjekte im Bereich Donau City" nochmals angesehen werden.

    "Um die Zeit bis Herbst möglichst sinnvoll für die MieterInnen der Donau City zu nutzen, hat der Bundesminister für Verkehr und Technologie die ASFINAG ersucht, mögliche Varianten für einen Lärmschutz im Bereich des Tunnelportals auszuarbeiten und zu prüfen." Diese könnten dann auch dem Bezirk und der MieterInneninitiative vorgestellt werden.

    "Teurer Lärmschutz"

    Allerdings weist der Vertreter des Ministers darauf hin, dass "Lärmschutzmaßnahmen in Ballungsräumen mit hohen Investitionskosten verbunden" seien und dass man nach Vorlage möglicher Lärmschutzvarianten über diese "Ergebnisse und eine weitere Vorgangsweise diskutieren" wird müssen.

    Ein interessantes Detail am Rande: Der Rechnungshof kritisiert die ASFINAG als für solche Bauten zuständige Einrichtung wegen fehlender Kostenrechnungen bei alten Projekten und der Geldverschwendung bei offensichtlich unnötigen Lärmschutzbauten außerhalb von Wohngebieten. Das so vergeudete Geld könnte dann eben bei der Verwirklichung sinnvoller Projekte wie bei der Donau City fehlen.

    Super-Towers statt Windschirme?

    Zum Thema "Windschutz" war aus dem Büro des Planungsstadtrats zu erfahren, dass das WED-Projekt "Wohnhaus/Grünanlage/Windschirme" an eine andere Planungsfirma übergeben worden sei. Das sei aber laut Rathaus auch schon einige Monate her. Eine aktuelle Nachfrage bei der WED hat folgendes ergeben:
    Mehrfache Versuche der Kontaktaufnahme mit der WED über Telefon, E-Mail und sogar per Post endeten jeweils im Vorzimmer der Chefetage und gipfelten in einer Zusage auf einen Rückruf, der bis Redaktionsschluss nicht erfolgt ist.

    So bleiben die folgenden Fragen offen: Wann wird das WED-Wohnhaus gebaut? Wird es die versprochene Grünanlage, auch als Windschutz gedacht, geben? Kommen die "Windschirme"? Wenn ja, wann? Wenn nein, warum nicht? Sind noch andere Maßnahmen angedacht?

    All dies ist nicht neu. Die außergewöhnlichen Windgegebenheiten in der Donau City wurden von Fachleuten bestätigt, und die angeführten Gegenmaßnamen hatte die WED-Führung schon vor einiger Zeit angekündigt. Ihre plötzliche Informationsunlust kann doch nur bedeuten: In nächster Zeit ist mit derlei Verbesserungsschritten in Sachen "Windschutz" nicht zu rechnen! Die WED-Manager, jetzt voll aktiv bezüglich des bevorstehenden Baubeginns bei den neuen Super-Hochhäusern, lassen also weiterhin, wie schon seit Jahren, die Menschen in der Donau City mit ihrem "Windproblem" im Regen stehen.

    Irrgarten Donau City

    Ein anderes Langzeitproblem, das von den Verantwortlichen immer wieder verdrängt wurde, ist die mangelnde Beschilderung. Für BewohnerInnen, BenützerInnen und vor allem BesucherInnen der Donau City ist das Erreichen eines bestimmten Ziels mit oft langwierigen Irrmärschen verbunden. Von den Betreibern der Anlage wird nichts dagegen unternommen. Im Gegenteil: Privatinitiativen, wie das Aufstellen von Hinweisständern oder Anbringen von Wegweisern an freien Betonwänden, werden immer wieder mit dem Hinweis auf irgendwelche "gesetzlichen Vorschriften" unterbunden. Und so werden auch in Zukunft potenzielle Kunden des versteckt gelegenen Supermarkts und erstmalige BesucherInnen der neuen Veranstaltungshalle auf der Suche nach den jeweiligen Eingängen umher irren.

    Ganz schlimm ist es auch im "Untergrund". Dort sind ortsunkundige AutofahrerInnen mangels eines funktionierenden Leitsystems bei Zu- und Abfahrten oft hoffnungslos überfordert. Auch in diesen Fragen fühlt sich offenbar niemand für die Verbesserung der Zustände verantwortlich.

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