kaktus - kritisch anders konsequent tolerant unbequem sozial
  • Erweiterte Suche
  • Impressum & Kontakt
  • Links
  • Kalender
  • Home
  • KAKTUS - Online / KPÖ-Donaustadt    

    Willkommen bei Kaktus
    Friday, 21. July 2017 @ 04:32

    Donaustädter KPÖFrauen fordern ein Frauen- und Mädchenzentrum!

    von Martina Höllisch, (im Bild links)
    aktiv in der KPÖ Donaustadt und der Parteigruppe "Arge Feminismus" der KPÖ Wien

    Aspern: Ein neuer Stadtteil entsteht...

    Es mag in Wien schon jetzt eine Vielfalt von Mädchen- und Frauenberatungsstellen geben. Sie sind aber immer nur auf einzelne Problemlagen ausgerichtet und ihre Standorte sind über ganz Wien verteilt. In Transdanubien ist das diesbezügliche Angebot aber eher rar. Was nicht nur in unserem Bezirk fehlt, sind Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen, die sich unter einem Dach befinden und mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar sind.

    Der neu geplante Stadtteil "Flugfeld Aspern" mit der versprochenen guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr (U2, S80, ), bietet sich als Standort für eine solche Einrichtung nahezu an, umso mehr, als frau vom Herrn Bezirksvorsteherstellvertreter Taucher bei der letzten Bezirksvertretungssitzung vernehmen konnte, dass "Gender-PlanungsexpertInnen bei der Planung des Projekts Flugfeld Aspern vom Anfang an einbezogen worden sind". Es geht uns um eine Frauen-Einrichtung, wo sich Beratungsstellen für die unterschiedlichsten Problemlagen unter einem Dach befinden. Sie müssen unbürokratisch und ohne Zuweisung von Frauen jeden Alters, sozialer und ethnischer Herkunft in Anspruch genommen werden können. Frau sollte diese Einrichtungen ohne Stress, ohne Angst, ohne Kontrolle und ohne Termindruck benützen können. Barrierefrei! Eine kostenlose qualifizierte Kinderbetreuung müsste für die Zeit der Inanspruchnahme der Beratungen sowie anderer Angebote in einem solchen Frauen- und Mädchenzentrum ebenso angeboten werden.

    Die Selbstständigkeit von Frauen und Mädchen fördern!

    Oft weiß frau nicht, welche Probleme sie zuerst anpacken soll. Die Probleme wachsen ihr über den Kopf. Es geht dabei zu allererst darum, heraus zu finden: "Welche(s) Problem(e) habe ich?". Erste ungezwungene Gesprächsmöglichkeiten und die Hilfe von Expertinnen wären für viele Frauen wichtig, um heraus zu finden, welche Beratung und welche Hilfe für welches Problem am besten sind. Es sollte den Frauen selbst überlassen bleiben, ob sie selbst recherchieren (Internetplätze, PC-Arbeitsplätze und eine Frauenbibliothek wären daher gefragt) oder ob sie ExpertInnenhilfe in Anspruch nehmen wollen.

    Welche Beratungsangebote sollte es in einem solchen Frauenzentrum geben?

  • Sozialberatung: Hilfe in schwierigen Situationen, Vermittlung an andere Beratungsstellen, Unterstützung beim Kontakt mit Behörden, Schriftverkehr, Anträge
  • Kostenlose Rechtsberatung (Erstberatung) zum Arbeits- und Sozialrecht, Familienrecht (Scheidungsangelegenheiten, Unterhaltsansprüche), Mietrechtsberatung, Konsumentenschutz
  • Psychosoziale Beratung in Krisen, Konflikt- und Gewaltsituationen und bei anderen Problemen in verschiedenen Lebensphasen, Information über Möglichkeiten der Konfliktbewältigung
  • Erziehungsberatung
  • Sexualberatung
  • Ein solches Zentrum sollte auch ein Ort für Bildungsarbeit mit Frauen sein!

    Verschiedene Angebote für Frauen aller Altersstufen zu den Themen Politik, Kultur mit dem Schwerpunkt Frauen wären gefragt.

  • Eine Bibliothek mit Literatur von Frauen, über Frauen und für Frauen zu verschiedenen Wissensgebieten (Alltag, Politik, Geschichte, Kultur, ...) sollte zum Lesen anregen und zeigen, welche Kompetenzen und welches Wissen Frauen hervorbringen und welche kulturelle Vielfalt Frauen haben.
  • Ein Frauen- und Mädchencafe ohne Konsumationszwang könnte Ort für generationsübergreifende Gespräche und Erfahrungsaustausch werden.
  • Raum sollte es auch für verschiedene Workshops, Kurse und Veranstaltungen (Themennachmittage und -abende, Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Selbsthilfegruppen) geben.
  • Der Betrieb eines solchen, umfassenden Frauenberatungs- und Kulturzentrums sollte in Kooperation mit schon bestehenden Frauen- und Mädcheneinrichtungen erfolgen. Die dazu erforderlichen Mittel sind seitens der öffentlichen Hand aufzubringen. Einer Stadt, die ohne mit der Wimper zu zucken, aus ihrem Budget für Megaevents, wie der Fußballeuropameisterschaft, hunderte Millionen Euro aufwenden kann, darf eine solche Einrichtung nicht zu teuer sein.

    Wir verstehen ein solches Zentrum als eine in erster Linie den Frauen "drüber der Donau" zu Gute kommende Einrichtung. Dass eine solche auch Beispielwirkung bekommen kann und die Idee in Folge auch für andere Teile Wiens umgesetzt wird, wollen wir damit natürlich keinesfalls ausschließen.