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    Friday, 24. November 2017 @ 21:08

    U-Bahnanschluss zum "Flugfeld Aspern" fix - Wirtschaftsuni kommt nicht nach Aspern

    Erfreuliches, aber auch Rückschläge müsse man, wenn man Medienberichte und Stellungnahmen unseres Bezirksvorstehers aus jüngster Zeit verfolge, konstatieren, meint Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ Donaustadt. Die Finanzierung der Ausbaustufe der U2 bis zum Flugfeld Aspern scheint gesichert, Nicht so erfreulich aus Sicht des Masterplanes verläuft die Standortentscheidung der neuen Wirtschafts-Uni in Wien. Die KPÖ teile die Freude von Herrn Bezirksvorsteher Norbert Scheed (siehe BZ-Wiener Bezirkszeitung - Ausgabe vom 04.07.2007) über die Einigung zur Finanzierung zwischen Stadt Wien und dem Bund über die Ausbaustufe der neuen U2 bis zum Flugfeld Aspern. Durch diese Einigung könne die U-Bahnanbindung des geplanten neuen Stadtteils, in dem in den nächsten Jahren 25000 neue Arbeitsplätze und 8500 neue Wohnungen in unserem Bezirk entstehen sollen, jetzt ohne weitere Verzögerung in Angriff genommen werden. Das der Anschluss der U2 gleichzeitig mit den Bauarbeiten für den neuen Stadtteil erfolgen soll, bewerte auch die KPÖ gegenüber der bisher geübten Praxis bei früher erbauten Stadterweiterungsgebieten in unserem Bezirk als großen Fortschritt.

    Weniger erfolgreich aus Sicht des Masterplanes, verläuft laut ORF-Online - (http://wien.orf.at) vom vergangenen Sonntag, der Entscheidungsprozeß über den künftigen Standort für eine neue Wirtschafts-Uni in Wien. Eine Vorentscheidung ist in der Zwischenzeit gefallen. Wie der ORF berichtet, werde dazu im Herbst aus drei Standorten, die es in die entscheidende Runde geschafft haben, ausgewählt. Obwohl das Stadtzentrum künftig durch die U2 Anbindung in nur 22 Minuten erreicht werden kann, ist das Flugfeld Aspern, so der Bericht, in der Runde der Endauswahl über den neuen UNI-Standort nicht mehr dabei. Das im Masterplan festgehaltenen Ziel, einen Universitätsstandort nach Aspern zu bekommen, scheint einen herben Rückschlag erhalten zu haben. Von Seiten des am Masterplan beteiligten Planungsteams wurde die Ansiedlung einer solchen Bildungseinrichtung mit dazugehörenden Studentenwohnheimen auch vom Gesichtspunkt einer längerfristigen Durchmischung der BewohnerInnen und auch als Schritt einer langfristigen Sicherung der Urbanität dieses neuen Bezirksteiles erwogen. Zweifelsohne sprechen solche stadtplanerische Überlegungen dafür, sich auch weiter um einen vielleicht andere Universitätsausbildungseinrichtung zu bemühen.

    Allgemeine bildungspolitische Zielstellungen dürfen in dieser Debatte aber nicht an den Rand gedrängt werden. Es geht um eine Hochschulbildung jenseits von Selektion und Marktkompatibilität. Nicht erst in den Jahren der blau-schwarzen Bundesregierung wurde von Regierungsseite damit begonnen, die finanziellen Mittel für unser öffentliches Bildungssystem- und dazu gehört auch die universitäre Bildung-systematisch einzufrieren und zu kürzen. Von rechter Seite wird mit besonderer Akribie an der Etablierung privater Unis und Hochschulen gebastelt, welche in späterer Folge sich immer mehr zu Elite-Bildungseinrichtungen und in Konkurrenz zu finanziell und wissenschaftlich immer mehr ausgehungerten öffentlichen Universitäten geraten werden.

    Die SPÖ hat nicht nur im Bezirk und in Wien die Mehrheit, sondern führt auch die jetzige Bundesregierung. Wir erwarten, dass sie sich über die unseren Bezirk betreffende Standortfrage hinaus vor allem für eine bessere Ausstattung öffentlicher Universitätsausbildung einsetzt. Die KPÖ unterstützt jedes Bemühen um eine öffentliche Uni in unserem Bezirk, private Unis und Hochschulen lehnt sie aber ab.